Archive for the ‘Antifa’ Category

Samstag 18.12.: Kundgebung in Duisburg und Demo in Dortmund

Donnerstag, Dezember 16th, 2010

Mustermensch e.V. kündigt an:

Für den Samstag Vormittag haben wir eine Kundgebung in der Duisburger Innenstadt unter dem Motto “Für unkommerzielle und unabhängige Kultur in Duisburg! Für ein unabhängiges Jugend- und Kulturzentrum” angemeldet.
Wir stehen ab 12 Uhr bis in den späten Nachmittag auf Aufgang zu Innenstadt (am Averdunk-Center) und versorgen euch mit Infos und der ein oder anderen Überraschung.
Kommt vorbei und quatscht mit uns. Vielleicht seid ihr ja eh in der Stadt und erledigt Weihnachtseinkäufe. Aber warme Klamotten anziehen 😉

Das Dortmund Antifa Bündnis ruft für den Samstag zu einer Antifa-Demo auf! Diese soll um 16 Uhr am Dortmunder Hbf (Katharinenstraße Ecke Kampstraße) beginnen und bezieht sich inhaltlich auf den anhaltenden Nazi-Terror in Dortmund! Erst vor kurzem wurde die alternative Kneipe Hirsch-Q von Nazis angegriffen. Weitere Infos dazu, sowie den Aufruf zur Demo findet ihr hier.

Proteste gegen Pro-NRW und Thilo Sarrazin in Duisburg

Montag, November 22nd, 2010

Am 23.11 will Pro-NRW erneut eine Kundgebung in Duisburg-Marxloh abhalten. Es wird zu einer Protestkundgebung um 8:30 Uhr, auf dem Johannismarkt, aufgerufen. [Infos]

Am 29.11 soll eine Lesung mit Thilo Sarrazin im Museum Lehmbruck stattfinden. Auch hier wurde eine Protestkundgebung bereits angekündigt, wir halten euch auf dem laufenden.

Update: Gegen die Lesung von Sarrazin wird es eine Kundgebung am 29.11.2010, ab 18 Uhr, Düsseldorfer Straße/Ecke Friedrich Wilhelmstraße geben.

Bericht zur antifaschistischen Gedenkkundgebung vom 9. November

Dienstag, November 16th, 2010

duisburg gedenkkundgebung 9 november Rund 100 Teilnehmer_innen – überwiegend aus dem autonomen Antifa-Spektrum – kamen am Dienstag, den 09.11.2010 am Duisburger Platz der alten Synagoge zusammen, um gemeinsam an die Reichspogromnacht vor 72 Jahren zu erinnern.
Aufgerufen hatte das “Bündnis 9. November”, ein Zusammenschluss antifaschistischer Gruppen aus der Region. Den vollständigen Bericht, Fotos von der Kundgebung, sowie die dort gehaltenen Redebeiträge findet ihr auf der Bündnisseite.

9. November: Antifaschistische Gedenkkundgebung und Proteste gegen NPD

Dienstag, November 2nd, 2010

Am 9.11. diesen Jahres will ein Bündnis verschiedener Antifagruppen eine Kundgebung in Duisburg abhalten, die an die Opfer der Reichspogromnacht erinnert. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung, einen Aufruf und Internet-Mobimaterial wie Banner finden sich auf der Homepage des Bündnisses. Wie die Veranstalter_innen bekräftigen, ist die Kundgebung terminlich so platziert, dass eine gemeinsame Abreise in Richtung Essen-Borbeck, um an eventuellen Protesten gegen die NPD-Kundgebung teilzunehmen, geplant ist.

Dortmund // Demonstration // 29.09.2010 // Keine Rückzugsräume für rechte Mörder!

Montag, September 27th, 2010

Dortmund: Rechter Mörder aus Haft entlassen

Am 28.03.2005 erstach der damals 17-jährige Nazi-Skin Sven Kahlin in einer belebten Dortmunder U-Bahnstation den 32-jährigen Punk Thomas “Schmuddel” Schulz, weil dieser Kahlins rechte Parolen nicht unkommentiert stehen lassen wollte. Der Täter wurde daraufhin wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt. Demnach sollte seine Haft bis März 2012 andauern. Wie nun bekannt wurde, ist der rechte Mörder Kahlin am Donnerstag aus der Justizvollzugsanstalt Werl entlassen worden. Antifaschist_innen rufen deshalb zu einer Demo auf, die an dem “Nationalen Zentrum”, einem von Neonazis in Dorstfeld angemieteten Lagerraum, vorbeiziehen soll. Dort findet jeden Mittwoch das “Kameradschaftstreffen” statt, an dem nun aller Voraussicht nach auch der rechte Mörder Kahlin teilnehmen wird. Dortmunder Antifaschist_innen wollen ihn gebührend empfangen und ihm verdeutlichen, dass seine Tat nicht vergessen ist und er von nun an verstärkt im Visier antifaschistischer Intervention stehen wird.

Kommt zur antifaschistischen Demo:
29.09.2010 (Mittwoch) | 18.00 Uhr | Kampstraße Ecke Katharinenstraße

In Gedenken an Thomas Schulz:
Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Keine Rückzugsräume für rechte Mörder!

weitere Informationen

Dortmund: Vorläufiger Abschlussbericht des S4-Bündnisses

Dienstag, September 7th, 2010

Das s4-Bündnis hat einen vorläufigen Abschlussbericht, zu den Gegenaktivitäten um den “Antikriegstag” der “freien” Kameradschaften, veröffentlicht.

Auf zu neuen Taten! – Dem Naziaufmarsch am 4. September in Dortmund entgegentreten.

Mittwoch, September 1st, 2010

Ein verdrehter Antikriegstag

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Das „Event“ der „Autonomen Nationalisten“

Einige Zeit lang schien es, als würde sich dieser Neonazi-Aufmarsch unter Federführung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten” zu einem wichtigen Tag im Kalender der aktionsorientierten extremen Rechten entwickeln, da bei dem Aufbau dieses Ereignisses besonders auf den „Event-Charakter” Wert gelegt wurde. Während zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Neonazis erschienen, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an. Das Gewaltpotential bei Aufmärschen der Dortmunder Neonazis hat in dieser Zeit massiv zugenommen; 2009 etwa überfielen circa 400 Neonazis aus einer Spontandemonstration heraus die 1. Mai- Demonstration des DGB.

Diese Erfolgsgeschichte erfuhr im letzten Jahr einen empfindlichen Einschnitt. Denn 2009 ist es gelungen, den Mythos des „Nationalen Antikriegstags“, den die Dortmunder Neonazis in jahrelanger europaweiter Mobilisierungsarbeit versucht hatten aufzubauen, erfolgreich zu beschädigen. In der Stadt kam Einiges in Bewegung, und letztlich gestaltete es sich für die Polizei durch die zahlreichen Gegenaktivitäten zu schwierig, den Schutz für die Nazidemonstration zu gewährleisten. Der „Nationale Antikriegstag“ blieb somit weit hinter den Erwartungen der Nazis zurück, die mit ansehen mussten, wie ihre „Erfolgsstory” in einer Kundgebung buchstäblich stehen blieb. Doch das letztjährige Debakel hindert die Dortmunder Autonomen Nationalist_innen nicht daran, weiterhin an der Etablierung eines „Nationalen Antikriegstages” festzuhalten. Für dieses Jahr haben die Dortmunder Neonazis an drei Tagen rund um das erste Septemberwochenende (3.,4.,5. September) Aktionen und Veranstaltungen angemeldet und die europaweite Mobilisierung ist in vollem Gange.

Dortmund – ein “Labor”?

Weiterhin gibt es in Dortmund eine aktive und gefährliche Naziszene.
Dortmund ist mittlerweile eine Hochburg der sogenannten „Autonomen Nationalisten” in Deutschland geworden. Durch den permanenten Zuzug von Neonazi-Kadern aus anderen Regionen ist hier so etwas wie ein „Labor” für diejenigen Neonazis entstanden, die versuchen einen neuen aktivistischen und militanten Stil in der Neonaziszene zu etablieren. Die sogenannten „Autonomen Nationalisten” haben sich Kleidungsstil und Aktionsformen der linksradikalen Autonomen angeeignet und dabei völkisch und nationalsozialistisch umgewandelt.

In den vergangenen Monaten ließ die Dortmunder Naziszene ihren Frust über das eigene Versagen in 2009 vor allem an den Nazigegner_innen, derer sie habhaft werden konnten, aus. Besonders hart traf es eine Familie im Stadtteil Dorstfeld, die von dort ansässigen Nazis derartig terrorisiert wurde, dass sie sich schließlich gezwungen sah, aus dem Stadtteil fortzuziehen.

Der Neonazismus und die Stadt

Für einen handfesten Skandal sorgte der ehemalige Chef der Feuerwehr Dortmund, heutiger Leiter eines stadteigenen Institutes für Feuerwehrtechnik und langjähriges Mitglied der SPD: Klaus Schäfer. Nachdem er Ende April als Teilnehmer einer Neonazikundgebung in Erscheinung trat, konnten Antifaschist_innen in Erfahrung bringen, dass Schäfer bereits seit einiger Zeit aktives Mitglied der Dortmunder Naziszene ist und beispielsweise auch an der Kundgebung am 5. September 2009 teilnahm. Auch wenn Schäfer umgehend suspendiert wurde, zeigt sich hier deutlich, dass Neonazismus in Dortmund längst nicht nur ein Jugendphänomen ist.

In der Dortmunder Öffentlichkeit hat sich seit letztem Jahr Einiges bewegt. Den Naziaufmarsch haben viele Akteur_innen gegen Rechts als Aktionsfeld genutzt. Am 5. September fand eine Vielzahl von Veranstaltungen statt, die dazu beitrugen, dass der Handlungsspielraum der Nazis stark eingeschränkt wurde. Zu einem aktiven Vorgehen gegen den Aufmarsch der Nazis konnten sich viele dieser Akteur_innen jedoch nicht durchringen; es wurde auch dann noch an Veranstaltungen festgehalten als längst klar war, dass die Nazis sich weitab von diesen im Hafen treffen würden.
Weiterhin problematisch ist zweifellos die Herangehensweise der offiziellen Stellen. Während Stadt und Polizei mit jahrelanger Verspätung aufgefallen ist, dass Dortmund ein Naziproblem hat, gefallen sich die verantwortlichen Amtsträger_innen in ihrer neuen Rolle als „Kämpfer_innen gegen Rechts”. So glaubt der Sonderbeauftragte der Stadt für „Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, Hartmut Anders-Hoepgen inbrünstig: “Dortmund ist eher eine Hochburg des Widerstands gegen Rechts.” Substantielles Engagement gegen Neonazis ist von diesen Leuten jedoch nach wie vor nicht zu erwarten. Eine Menge Geld hat die Stadt Dortmund zuletzt in die Erstellung einer Studie über die Dortmunder Naziszene gesteckt. Das Resultat war mehr als dürftig: Über die Verfasstheit der Neonaziszene liefert die Studie keine Erkenntnisse; die Arbeit von Antifa-Gruppen wird völlig ausgeblendet.

Auf zu neuen Taten!

Gerade die Arbeit linker Antifa-Gruppen hat dazu beigetragen, dass die Dortmunder Naziszene deutlich weniger frei agiert als noch vor zwei Jahren.
Mit regelmäßigen Aktionen wie dem Gedenken an Thomas Schulz und den Protesten am Antikriegstag ist es gelungen, das Naziproblem zum Thema zu machen. Doch auch abseits solcher Events findet eine kontinuierliche Arbeit statt. Zuletzt gründeten Dortmunder Antifa-Gruppen das “Dortmunder Antifa Bündnis”, um diese Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Für den September gilt es nicht nur an all dies anzuknüpfen, sondern auch mit gemeinsamer Anstrengung einen weiteren Schritt dahin zu gehen, dass ein Nazi-Event wie der “Nationale Antikriegstag” in Dortmund keine Zukunft hat. Das S4-Bündnis ruft dazu auf, am ersten Septemberwochenende nach Dortmund zu kommen und gegen den Naziaufmarsch auf die Straße zu gehen!

Pro NRW in Duisburg und der NW-Dortmund in Witten

Mittwoch, September 1st, 2010

Letzten Samstag (28.08.) hat in Duisburg eine Demonstration der rechtspopulistischen “Bürgerbewegung” Pro-NRW stattgefunden. Wenige Stunden später hielt der NW-Dortmund eine Mobilisierungskundgebung für den “nationalen Antikriegstag”, der diese Woche Samstag in Dortmund stattfinden soll, auf dem Wittener Rathausplatz ab.
Einen Bericht mit Fotos gibt’s auf Indymedia linksunten

[18.06.10] Antifa-Demo in Aachen – Anfahrtsempfehlung westl. Ruhrgebiet

Dienstag, Juni 15th, 2010

Im Hinblick auf die zunehmende Nazi-Gewalt in Aachen organisieren Antifas aus der Region am 18.06.2010 eine Demonstration unter dem Motto „Kein Raum, keine Strasse, keine Stadt den Nazis!“. Die Demonstration startet um 20 Uhr vor dem Aachener AZ. Im Anschluss an den Treffpunkt Kölner AntifaschistInnen (17.45 Uhr, Köln Hbf) empfiehlt sich für das westl. Ruhrgebiet der Regionalexpress 1 nach Aachen Hbf.

17:08 Essen Hbf

17:14 Mülheim/Ruhr Hbf

17:23 Duisburg Hbf

19:07 Aachen Hbf

Angriff aufs AZ-Aachen

Sonntag, Juni 6th, 2010

Laut Indymedia wurde das Autonome Zentrum Aachen erneut Ziel eines Neonazi-Angriffes. Am Montag, den 30. Mai 2010 wurden gegen 23 Uhr durch einen Briefschlitz diverse Substanzen, u.a. Pfefferspray, gesprüht. Daraufhin warfen die vermummten Angreifer_innen eine mit unbekannter Flüssigkeit gefüllte Flasche ins Treppenhaus des AZ. Diese führten ebenfalls “Schlagwerkzeug in Form eines Teleskopschlagstockes und einer Art Morgenstern” mit sich. (mehr …)